| [Polarkreis / 4.Januar 2012] Wenn das Tageslicht, speziell zur kalten Jahreszeit, der ewige Verlierer ist ...
... LICHTERZAUBER, EIN SPEKTAKEL AM POLARKREIS.
Polarlichter, auch als Nord- oder Südlichter benannt, entsteht durch das Leuchten in den in den Schichten der oberen Erdatmosphäre. Das Polarlicht wird am häufigsten auf der Nachtseite unserer Erde etwa um 10 Grad von den erdmagnetischen Polen entfernt beobachtet. Polarlichter sind meistens nördlich 60° nördlicher Breite und südlich 60° südlicher Breite zu beobachten.
In den verschiedensten Formen:
Flacher " BOGEN " in Horizontnähe;
Unregelmässiges " BAND " ;
Beweglicher " VORHANG " (Draperie), wie in Falten herabhängend;
Unscharf begrenzte " WOLKEN " ;
Fächerartig auseinandergehende " STRAHLEN " ;
Leuchtende " KRONE " , hoch am Himmel, wo die Strahlen zusammenzulaufen scheinen;
" ZERSTREUTES LICHT " .
Die Höhe des Polarlichtes liegt zwischen 80 und 100 km. Die Leuchtkraft ist oft sehr veränderlich, unregelmässig oder pulsierend. In der Farbe ist das Polarlicht Blau. In den tieferen atmosphärischen Schichten wird das Polarlicht in der Farbe gelblichgrün oder auch rot, in höheren Schichten aber in den Farben Blau bis Grauviolett, gesehen. Nie aber fehlt die grüne " NORDLICHTLINIE " die dem Sauerstoffspektrum angehört. Das Polarlicht entsteht durch Ströme elektrisch geladener Teilchen, die von der Sonne ausgehen und im Magnetfeld der Erde abgelenkt werden. Polarlichter sind am besten zu Zeiten reger Sonnenfleckentätigkeit zu sehen (... 11-jähriger Zyklus der Sonnenaktivität).
Die bewegten und geladenen Teilchen verursachen Störungen des Magnetfeldes der Erde (Erdmagnetische Strörme). Die durch den Zusammenprall mit den Luftmolekülen gebildeten Ionen verursachen Radiostörungen. Dem Phänomen der Polarlichter hat die amerikanische Post zum Polarjajr 07/08 zwei Briefmarken gewidmet. Die 41-Cent-Briefmarken zeigen das Nordlicht (Aurora Borealis) sowie auch das Südlicht (Aurora Australis).
Mit dem Wetter, haben Polarlichter aber nichts zu tun.
Polarlichthäufigkeit:
Polarlicht bis zum 10. Breitengrad 4 Tage
Polarlicht bis zum 20. Breitengrad 60 Tage
Polarlicht bis zum 30. Breitengrad 130 Tage
Polarlicht bis zum 50. Breitengrad 360 Tage
Polarlicht bis zum 60. Breitengrad 900 Tage
Für die in Polnähe lebenden Menschen von Norwegen, Island, Schottland, Grönland, Alaska, Spitzbergen (eine der nördlichsten Siedlungen der Welt) und Sibirien auch, nichts ungewöhnliches. Die Erscheinungsform dort ist aber doch deutlich anders, als in den gemäßigteren Breiten.
Hier finden sich hauptsächlich grüne bandartige Strukturen, die sich in raschen, schlängelnden Bewegungen über den Himmel ziehen. Rotes Polarlicht ist hier eine Seltenheit. Gelbe und blaue Strukturen kommen jedoch durchaus vor. |